Schären bei Blekinge 2015

Diversität von Landhebungsinseln der Ostsee

Schären bei Blekinge 2015
Foto: Markus Bernhardt-Römermann

Relative Bedeutung lokaler und regionaler Faktoren für die Artendiversität und Funktionelle Diversität von Pflanzengemeinschaften und die genetische Struktur von Arten auf Landhebungsinseln der Ostsee

Um den fortschreitenden Biodiversitätsverlust vieler Ökosysteme besser zu verstehen, sind tiefere Kenntnisse über die zugrunde liegenden Prozesse notwendig. Dies betrifft insbesondere die Zusammensetzung, die genetische Struktur und die funktionellen Aspekte von Pflanzengemeinschaften. Bislang ist nur wenig bekannt über die Zusammenhänge von Landschaftsstruktur, Funktioneller Diversität und der (genetischen) Diversität von Pflanzengemeinschaften auf den verschiedenen räumlichen und organismischen Ebenen. Es wird vermutet, dass die biologischen Prozesse, welche die Zusammensetzung von Arten in einer Gemeinschaft und deren genetische Diversität bestimmen, teilweise identisch sind. Genetische Diversität und Artendiversität reagieren daher vermutlich in ähnlicher Weise auf die gleichen Umwelteinflüsse (species diversity-genetic diversity correlation-hypothesis). 

Im Rahmen unseres Projektteils untersuchen wir auf ausgewählten Schäreninseln in 3 Archipelen entlang der Schwedischen Ostseeküste :

  • welchen Effekt die Landnutzung auf die Diversität der Pflanzengemeinschaften hat,
  • welchen Beitrag die verschiedenen Habitate, entsprechend ihrer Ausprägung, für die Artenzusammensetzung und die funktionelle Diversität leisten,
  • wie dabei die Funktionelle Diversität und die Artendiversität der Pflanzengemeinschaften zusammenhängen, und
  • welche Rolle Filtermechanismen, wie Habitatausstattung, Bodeneigenschaften, Regionalklima, Isolation und interspezifische Konkurrenz, für die Etablierung der Arten des Festland-Pools auf den Inseln spielen und wie sich dies auf die Funktionelle Diversität der Arten auswirkt

Durch die multiskalierte Betrachtungsweise und die Synthese von GIS-basierten Landschaftsstrukturanalysen mit den verschiedenen Aspekten der Funktionellen Diversität und der Landschaftsgenetik erhoffen wir uns neue Einblicke in die Funktionsweise und die Zusammensetzung von Pflanzengemeinschaften zu bekommen. 

Projektbearbeiter: Abschlusskandidaten, Dirk Hattermann

Kooperationen: Karlsdtad University, Sweden (Lutz Eckstein), Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, Halle (Walter Durka)

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